Zusammenführung von Konditionensystemen

Nach der Übernahme von zwei Konkurrenten mit zwei völlig unterschiedlichen Konditionensystemen arbeitete ein mittelständisches Unternehmen der Getränkeindustrie auf der einen Seite mit Bruttopreislisten und Abzügen gearbeitet, auf der anderen Seite mit Nettopreislisten und Zuschlägen. Logistikleistungen wie Frachtmengen-Staffeln und Vollpaletten-Vergütungen wurden unterschiedlich honoriert.

Nach der Zusammenfassung der Datenbestände der einzelnen Unternehmen auf der Einzeltransaktionsebene für einen Zeitraum von 12 Monaten wurde eine einheitliche Rechnungsabzugsfolge, einheitliche Logistikrabatte sowie gemeinsame nachträgliche Konditionen definiert. Das neue System wurde im Rahmen integrierter Simulationsrechnungen für alle drei Marken auf der Ebene der Einzelkunden getestet. Anschließend erfolgte die Adjustierung auf eine einzige Bruttopreisliste. Um die Umsetzung des neuen Systems durch den Vertrieb zu vereinfachen haben wir zusammen mit den Key Account Managern kundenindividuelle Argumentationsleitfäden entwickelt. Ergebnis ist ein einheitliches Rabatt- und Konditionensystem für alle drei Marken mit klaren Regeln für Leistungen und Vergütungen gegenüber dem Handel. Zusätzlich konnte das Nettopreisniveau um etwa 0,4 Prozentpunkte erhöht werden.



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